Landsmannschaft der Donauschwaben in Baden-Württemberg

Rezepte

Donauschwäbische Rezepte zum Kennenlernen und Ausprobieren

Willkommen im kulinarischen Bereich unserer Homepage! Hier möchten wir Ihnen die Vielfalt und den einzigartigen Geschmack der donauschwäbischen Küche näherbringen. Unsere Sammlung traditioneller Rezepte spiegelt die reiche Geschichte und Kultur der Donauschwaben wider, die über Generationen hinweg gepflegt und weitergegeben wurde.

Von herzhaften Eintöpfen über köstliche Backwaren bis hin zu süßen Leckereien – entdecken Sie die authentischen Gerichte, die unsere Vorfahren zubereitet haben und die auch heute noch in vielen Haushalten geschätzt werden. Jedes Rezept erzählt eine Geschichte und verbindet uns mit unseren Wurzeln und Traditionen.

Wir laden Sie ein, diese Rezepte auszuprobieren und die donauschwäbische Küche in Ihrer eigenen Küche zum Leben zu erwecken. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und lassen Sie uns gemeinsam die kulinarischen Schätze unserer Gemeinschaft bewahren und feiern.

Unsere Landsleute laden wir ein, uns ihre Lieblingsrezepte und Bilder zu schicken, um sie hier vorzustellen.

Guten Appetit und viel Freude beim Kochen und Genießen!

Einbrennsuppe: Eine Suppe, die Körper und Erinnerungen wärmt

Zutaten:

– 4 EL Butter
– 4 bis 6 EL Weizenmehl
– 1 ½ l Wasser mit aufgelösten Suppenwürfeln
– Salz, schwarzer Pfeffer, Kümmel, Petersilie und Schnittlauch nach Geschmack.

weitere Zutaten nach Wunsch:

– 1 Lorbeerblatt
– Vollkornbrot-Croutons
– Parmesankäse in Würfeln
– Dünne hausgemachte Nudeln
– Süßer oder scharfer Paprika
– Shiitake-Pilze

 

Eine Geschichte rund um die Einbrennsuppe:

Mehl, Butter, Wasser und Gewürze. Nur wenige Zutaten, die aber viel Geschichte in sich bergen. Die Einbrennsuppe ist eines jener Rezepte, die Generationen überdauern, ohne viel dafür zu verlangen: nur einen Herd, einen Schneebesen und die Bereitschaft, ununterbrochen zu rühren, bis die Suppe die richtige Konsistenz erreicht hat. Genau auf diese Weise bereiteten sie Monika und Wolfgang Müllerleily am 7. Mai während des Treffens der Theatergruppe zu, wo die Suppe den Teilnehmenden in einem Moment des Miteinanders voller Geschichten und Tradition aufgetischt wurde.

Ein Erbe aus einfacheren Zeiten Die Einbrennsuppe, ein traditionelles Gericht der deutschen und österreichischen Küche, hat ihre Wurzeln in Zeiten, als Mehl die zentrale Zutat der donauschwäbischen Küche war. Es war eine beliebte Mahlzeit bei Familien mit geringem Einkommen – erschwinglich, nahrhaft und geeignet, viele Menschen zu ernähren. Praktisch und schnell zubereitet, überdauerte sie Generationen und gelangte durch die Urgroßmutter Katharina Spieler, die das Rezept aus ihrer europäischen Heimat mitbrachte, auf den Tisch der Familie Müllerleily.

„Bis heute wird sie zubereitet, wenn wir Geborgenheit und Gemütlichkeit in etwas Hausgemachtem suchen, auch wenn wir nicht viele Zutaten im Haus haben“, erzählt Wolfgang. Mit der Zeit fügte die Familie eigene Noten hinzu: Pilze, Speck, Käse und Croutons wurden Teil der Zubereitung, wodurch die Suppe noch schmackhafter wurde und sogar diejenigen überzeugte, die in der Regel der Ansicht sind, dass Suppe kein Abendessen ist!

Trotz der Anpassungen im Laufe der Jahre bleibt das Wesen der Einbrennsuppe unverändert. Laut Wolfgang liegt das einzige Geheimnis in der Technik, das kalte Wasser genau im richtigen Moment hinzuzufügen, wenn das Mehl bereits die richtige goldbraune Farbe erreicht hat. Nur so ist die perfekte, klumpenfreie Konsistenz garantiert. Beim Treffen der Theatergruppe kam die Suppe heiß auf den Tisch, begleitet von Croutons und Parmesankäse. Sie wurde mit der Zuneigung empfangen, die nur ein Rezept mit einer solchen Geschichte wecken kann. Nachfolgend finden Sie die Schritt-für-Schritt-Anleitung, um dieses Rezept zu Hause zubereiten zu können.

 

Zubereitung:

Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen, das Mehl hinzugeben und mit einem Löffel umrühren, bis das Mehl gold braun geröstet ist.

Langsam das kalte Wasser hinzugeben und dabei ständig mit einem Schneebesen umrühren, um Klümpchen zu vermeiden.

Die übrigen Zutaten zum Würzen hinzufügen und ständig umrühren, bis die Suppe aufkocht und eindickt. Hausgemachte Nudeln und Shiitake-Pilze können während des Kochvorgangs oder vorgekocht hinzugefügt werden. Die optionalen Zutaten können beim Servieren der noch heißen Suppe ergänzt werden.

Mariana Papi

Deutsche Übersetzung: Geraldo de Carvalho

Tepsi-Fisch

Karpfen auf Reis (Tepsi= längliches Bratgefäß, vorzugsweise aus Glas)

Zutaten und Mengen für 2-3 Personen:

Frischer Karpfen 800-1000g, 4 bis 5 mittelgroße fein zerkleinerte Zwiebeln, ca. 80 Fett (Margarine), ca. 250g Reis, _l Wasser, ca. 100g Sauerrahm Creme fraiche), Salz.

Vorbereitung des Karpfens:

Die Haut des geschuppten und ausgenommenen Karpfen gründlich mit einem Messer abstreifen und mit kaltem Wasser abspülen, auch die Kiemen.

Den Karpfen auf beiden Seiten quer im Abstand von etwa 2 cm einschneiden und anschließen innen und außen nach Belieben salzen.

Zubereitung:

Die Zwiebeln im Fett glasig dünsten, dann den Reis dazugeben, durchmischen, mit Wasser aufgießen, bis der Reis gerade bedeckt ist und nach Belieben Salzen. Die Masse nun gleichmäßig zum Rand hin verteilen um für den Fisch Platz zu machen, der jetzt in die „Tepsi“ gelegt wird (siehe Bild).

Deckel aufsetzen und für etwa eine _ Stunde bei etwa 200 C° im Backrohr belassen. Während der Backzeit beobachten!

Danach Deckel abnehmen und für weitere 20 Minuten ins Backrohr schieben, damit sich eine leichte Kruste bilden kann.

Wieder aus dem Backrohr herausnehmen, den Fisch mit Sauerrahm übergießen und für weitere 10 Minuten ins Backrohr schieben.

Danach ist das Gericht fertig.

Guten Appetit wünscht Hans Supritz